Am 21. März fand in Frankfurt die Deutsche Meisterschaft im Blitzschach der Gehörlosen statt, wo die Teilnehmer für eine Partie 3 Minuten Bedenkzeit hatten. Zu dieser Veranstaltung hatten sich 23 Freunde des königlichen Spieles aus 6 Vereinen angemeldet welche im Frankfurter Gehörlosen- und Schwerhörigenzentrum an der Rothschildallee stattfand Vom GSV Straubing beteiligten sich Wolfgang Peuchert und Samuel Ammann, welche mit der Hoffnung auf ein gutes Abschneiden in die hessische Finanzmetropole reisten. Die Meisterschaft wurde in der Vorrunde in drei Gruppen mit je 8 Teilnehmern durchgeführt, wonach sich die 4 Besten für die Meisterrunde qualifizierten, welche um den Deutschen Blitzschach-Meister kämpften.
In der Vorrunde verpasste der mehrfache Niederbayerische Meister Wolfgang Peuchert in der A-Gruppe den Einzug in die Meisterrunde, wo er in den 7 Runden nur 2 Partien für sich entscheiden konnte Und in Runde 6 auf den späteren Deutschen Meister Artur Kevorkov (Halle) traf und unterlag. Samuel Ammann, die junge Nachwuchshoffnung des GSV Straubing und amtierender Deutscher Meister im Einzelschach (60 Minuten Bedenkzeit) konnte sich mit 5 gewonnen Partien in der C-Gruppe problemlos für die Meisterrunde qualifizieren.
Stressig wurde es für die Teilnehmer, welche sich nicht für die Meisterrunde qualifizieren konnten, den sie mussten dann in Ihrer A-Klasse 13 Spiele absolvieren. Wolfgang Peuchert konnte 6 Partien für sich entscheiden, unterlag jedoch auch in 6 Partien, erreichte jedoch einen guten 8. Platz.
Samuel Ammann traf in der ersten Partie, des über 11 Runden laufendem Wettbewerbs, auf den späteren Deutschen Meister Artur Kevorkov (Halle) und entschied die Partie für sich. In der dritten Runde verlor er jedoch gegen Alois Kwasny (Hamburg), welcher sich den Vizemeistertitel sicherte. In der vorletzten und 10. Runde hatte Samuel einen Durchhänger und verlor die Partie gegen den späteren Achtplatzierten Simon Afonso (Hamburg) so dass er mit 6 Siegen, 3 Remis und 2 Niederlagen den 3. Platz belegte.
Ohne die Durchhänger in den Runden 5, 7 und 9 , wo er neben der verlorenen Partie in Runde 10 jeweils Remis gegen Spieler in der zweiten Hälfte der Meistergruppe erreichte , wäre ein weiterer Deutscher Meistertitel für den jungen Schachspieler Samuel Amman möglich gewesen. G.P.
Am vergangenen Wochenende fanden die Deutschen Gehörlosen-Schach-Einzelmeisterschaften der Junioren, Senioren, Herren und Damen im Einzel statt. Ausgerichtet vom Hamburger Gehörlosen-Sportverein e.V. (HGSV), wurde das Turnier in dessen Vereinsheim ausgetragen und zog zahlreiche talentierte Schachspieler aus ganz Deutschland an.
In der Herrenklasse sorgte der 16-jährige Samuel Ammann aus Regensburg für eine Überraschung: Der talentierte Spieler des Gehörlosen-Sportvereins Straubing (GSV Straubing) setzte sich mit einer beeindruckenden Leistung gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich den Titel des Deutschen Gehörlosen-Schachmeisters 2025.
Samuel Ammann, der ursprünglich in der Juniorenklasse antreten wollte, entschloss sich aufgrund der größeren Teilnehmerzahl in der Herrenklasse mitzumischen – eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellte. Mit einer Gesamtzahl von nur einer Niederlage und dem Gewinn sämtlicher anderer Partien zeigte der junge Spieler eine souveräne Leistung.
Einzige Niederlage musste Ammann gegen den Drittplatzierten Alois Kwasny vom Hamburger Gehörlosen-Sportverein einstecken. In allen anderen Begegnungen war der Regensburger jedoch der stärkere Spieler, was ihm letztlich den Meistertitel sicherte.
Das Turnier, das nach dem Schweizer System ausgetragen wurde, gab jedem Spieler eine Bedenkzeit von 60 Minuten pro Partie, mit der Möglichkeit, bis zu 30 Minuten extra hinzuzufügen. Dieses Format forderte von den Teilnehmern nicht nur Schachverständnis, sondern auch mentale Stärke und Konzentration.
Mit seinem ersten Titel bei einer Deutschen Gehörlosen-Schachmeisterschaft hat Samuel Ammann ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt und gezeigt, dass er in der Schachwelt noch einiges erreichen kann. Seine Leistung ist ein großer Erfolg für den Gehörlosen-Sportverein Straubing und eine inspirierende Geschichte für Schachspielerinnen und -spieler im Gehörlosenbereich.
Herzlichen Glückwunsch, Samuel Ammann, zum verdienten Titel!
Volker Mayer sichert sich Titel Nummer 11
Am Samstag, den 25. Oktober, fand die 30. Schach-Bezirksmeisterschaft des Bezirkssportverbandes Niederbayern statt, die in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Schachmeisterschaft durchgeführt wurde. Austragungsort des Jubiläumsturniers war das Tagescafé des Instituts für Hören und Sprache in Straubing, wo den Teilnehmern optimale Bedingungen geboten wurden.
Die Veranstaltung wurde vom GSV Straubing organisiert und zog Denksportler aus drei BGS-Vereinen an. Trotz kurzfristiger Absagen einiger Teilnehmer aufgrund gesundheitlicher Gründe konnte das Turnier mit einer ausreichenden Teilnehmerzahl erfolgreich durchgeführt werden. Die Meisterschaft wurde im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten pro Partie ausgetragen und dauerte insgesamt maximal 40 Minuten pro Spiel.
Spannung bis zum Schluss
Titelverteidiger Wolfgang Peuchert (GSV Straubing), der bereits 11-maliger Bezirksmeister war, musste in der dritten Runde eine Niederlage gegen seinen härtesten Konkurrenten Volker Mayer (GSV Landshut) hinnehmen. Mayer erlebte jedoch in der vierten Runde eine unerwartete Niederlage gegen seinen Vereinskameraden Peter Craxton (GSV Landshut), was dazu führte, dass nach fünf Runden drei Spieler punktgleich an der Spitze lagen.
Um den Titelgewinner zu ermitteln, wurde eine Entscheidungsrunde mit einer verkürzten Bedenkzeit von 10 Minuten pro Partie angesetzt. In dieser Runde setzte sich Volker Mayer durch, indem er zwei Siege und ein Remis erzielte. Wolfgang Peuchert erzielte einen Sieg und zwei Remis, was ihm den zweiten Platz sicherte. Den dritten Platz belegte Peter Craxton, der sich als Überraschung des Turniers zeigte und künftig als ernsthafter Herausforderer um den Titel gelten dürfte. Patrick Zimmerer (GSC Nürnberg) landete auf dem vierten Platz.
Erfolge im Schach – auch auf nationaler Ebene
Während in Straubing um den Bezirksmeistertitel gekämpft wurde, sorgte der 17-jährige Samuel Ammann (GSV Straubing) bei den Deutschen Schachmeisterschaften in Hamburg für eine Überraschung und sicherte sich den Deutschen Meistertitel.
Mit jungen Talenten wie Samuel Ammann und Peter Craxton, die sich zunehmend als ernsthafte Konkurrenten etablieren, könnte die Vormachtstellung der bisherigen Dauer-Titelträger in zukünftigen Turnieren infrage gestellt werden.
Dank und Ehrungen
Bezirksvorsitzender Gottfried Paulus dankte allen Teilnehmern für ihr Engagement und dem ausrichtenden GSV Straubing für die perfekte Organisation des Turniers. Zusammen mit Martina Hofmann, der Vorsitzenden des GSV Straubing, überreichte er die Ehrenpreise an die Sieger des Turniers.
16. Bayerisches Gehörlosen Sportfest 09.07.2022 in Landshut
Jörg Werner vom GSV Würzburg gewann das Schachturnier des 16. BGS Sportfestes und krönte sich wie beim vorhergegangenen Sportfest in Bamberg erneut zum Schachkönig. In dem diesmal offen ausgetragenen Turnier belegte Karl-Heinz Usbeck vom Dresden GSV den zweiten Platz. Beide Spitzenspieler trafen in Runde drei aufeinander und trennten sich mit einem gerechtem Remis.
Während Jörg Werner seine restlichen 5 Partien gewann, , musste sich Karl-Heinz Usbeck in Runde zwei mit einem weiteren Remis gegen Wolfgang Peuchert zufrieden geben. Wolfgang Peuchert belegte damit Platz drei, nachdem er das Duell der niederbayerischen Spitzenspieler gegen Volker Mayer für sich entscheiden konnte. Der Wettbewerb wurde über 6 Runden mit 30- minütiger Bedenkzeit durchgeführt. Bei den Duells der Spitzenspieler wurde die Spielzeit zumeist voll ausgereizt, so dass diese erst nach einer vollen Stunde beendet waren.
Schade war, dass mehrere gemeldete Teilnehmer kurzfristig aus verschiedenen Gründen absagten, so dass sich nur 60 Prozent der Teilnehmer am Brett einfanden, wobei der Ablauf dank dem professionellem Schach-Programm gut verlief. (G.P.)
Schach-Titel 2021 für Wolfgang Peuchert
Nach einjähriger Coronabedingter Pause lud der Bezirkssportverband Niederbayern die Freunde des königlichen Spiels zu seiner Bezirksmeisterschaft ein, welche erstmals im Jahr 1995 durchgeführt wurde und am Samstag, 23.Oktober ihre 26.Auflage erlebte.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde zugleich nach langer Unterbrechung wieder die Bayerische Meisterschaft durchgeführt. Die vom GSV Straubing ausgerichteten Titelkämpfe fanden im Foyer des Institut für Hören und Sprache statt und hatten einen guten Verlauf, wozu auch der Schachclub Straubing beitrug , welcher die Spielgarnituren zur Verfügung stellte.
Insgesamt hatten sich 10 Teilnehmer aus 4 BGS - Vereinen angemeldet, wobei zwei Teilnehmer kurzfristig wegen besonderer Umstände absagten. Der Spielmodus wurde wie in den zurückliegenden Jahren wieder im Schweizer System in 5 Runden bei 30 minütiger Bedenkzeit durchgeführt.
Einige Brisanz hatte das Aufeinandertreffen der beiden 9-fachen niederbayerischen Titelträger, welche sich bei den zurückliegenden Titelkämpfen aus dem Weg gingen und hier erstmals nach Jahren wieder am Brett gegenüber saßen. In der ersten Runde gab es das Duell der ehemaligen Vereinsbosse von Straubing ( Klaus Niedermüller ) und Landshut ( Gottfried Paulus ). Das ausgeglichene Duell entschied letztendlich der Landshuter für sich, nachdem der Straubinger im Zeitverzug kam und das Blättchen fiel.
In Runde zwei saßen sich die beiden 9-fachen Titelträger Wolfgang Peuchert ( Straubing ) und Volker Mayer
( Landshut ) gegenüber . In einer bis zur letzte Sekunde spanendem Match entschied ein Fehlzug von Volker Mayer das Duell zugunsten von Wolfgang Peuchert obwohl er in etwas besserer Position stand.
Wolfgang Peuchert stand in Runde 3 ebenfalls das Glück zur Seite als er gegen Eugen Martel ( Straubing ) am Brett saß und beide Remis spielten. Eine erste Niederlage vermied Peuchert in der fünften und letzten Runde gegen Jonathan Michutta ( GBF München ), wo er Dank der Zeitüberschreitung seines Gegners die Partie noch gewinnen konnte.
Mit ingesamt 10 Meistertiteln ist er wieder die Nummer eins in Niederbayern. Zugleich holte er sich auch den Bayerntitel. Platz zwei in der Niederbayern - Wertung belegte Volker Mayer vor Eugen Martel, während in der Bayernwertung Volker Mayer Platz 2 vor Johann Lampret ( GSV München ) Platz 3 belegte. Besonders beachtlich spielte der 25 jährige Jonathan Michutta ( GBF München ), welcher seine ersten zwei Partien zwar verlor, dann aber stark aufspielte und im letzten Spiel den Titelträger an den Rand einer Niederlage brachte.
Auf einem zusätzlichen Spielbrett konnten sich die anwesenden Zuschauer mit der Schachmaterial vertraut machen und einüben, was rege in Anspruch genommen wurde.
Die Siegerehrung wurde vom kom. Bezirksvorsitzende Gottfried Paulus mit Klaus Niedermüller vorgenommen wo die BGS Medaillen Urkunden und Geldpreise überreicht wurden. ( GP )
25. Niederbayerische Schachmeisterschaft in Passau
Wolfgang Peuchert neuer Titelträger der Denksportler
Am 27. Oktober führte der Bezirkssportverband Niederbayern seine alljährliche Schach-Bezirksmeisterschaft durch, welche wie im Vorjahr auch offen und als Bayerische Meisterschaft deklariert war. Diese Veranstaltung konnte an diesem Tag ihr 25. Jähriges Bestehen feiern also ein Jubiläum. Erstmals fand sie im Jahr 1995 statt, knapp zwei Jahre nach Gründung des Bezirkssportverbandes Niederbayern. Mittlerweile findet die Veranstaltung ununterbrochen jedes Jahr gegen Ende Oktober statt und hat einen zufriedenstellenden Teilnehmerstamm aufzuweisen.
In diesem Jahr war wieder der Gehörlosen Sportclub Passau unter seinem Vorsitzenden Konrad Lorenz Ausrichter, wo sich die Denksportler in der urigen Weinstube des Gasthauses Öller in Schalding links der Donau einfanden und sich um den Titel bewarben. Nach Begrüßung durch Konrad Lorenz und des kom. Bezirksvorsitzenden Gottfried Paulus gab es ein kurzes Gedenken an den vor zwei Jahren verstorbenen Schachkameraden Ditmar Legerer, welcher alle Jahre teilnahm stets zu den Favoriten gehörte, den Titel jedoch nie gewinnen konnte.
Nach der Auslosung ging es an die Bretter wo die Teilnehmer fünf Runden im Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 30 Minuten zu spielen hatten. Bereits in der ersten Runde traf der letztjährige Titelträger Eugen Martel auf seinen Vorgänger Sebastian Ladstätter, welcher in diesem Match die Oberhand behielt. Sebastian Ladstätter leistete sich aber bereits in der zweiten Runde ein überraschendes Remis gegen Gottfried Paulus und auch Eugen Martel verlor überraschend sein Match in Runde vier gegen Nils Enders-Brenner. Dagegen spielte Wolfgang Peuchert, welcher nach 13-Jahren Abwesenheit wieder am Brett saß keine Schwäche und gewann alle fünf Partien und sicherte sich Titel Nummer 9 und zog mit dem bisherigen Rekordhalter Volker Mayer (Landshut) gleich. Platz zwei ging wie im Vorjahr an Sebastian Ladstätter, während Titelverteidiger Eugen Martel Platz drei belegte. Bei der Siegerehrung konnte der neue Titelträger Wolfgang Peuchert vom Vorsitzenden des GSC Passau eine schmucke Erinnerungsgabe in Empfang nehmen und vom Bezirkssportverband Niederbayern gab es für die ersten Drei Geldpreise und Urkunden. Man einigte sich dass die Veranstaltung im Jahr 2020 vom GSV Straubing ausgerichtet werden soll. Ergebnisse und Platztabelle siehe nachstehend. GP.
24. Niederbayerische Schach Bezirksmeisterschaft am 28.10.18 in Passau
Eugen Martel zum zweiten Mal Niederbayerischer Schachkönig
Am Sonntag, 28. Oktober führte der Bezirkssportverband Niederbayern bereits zum 24. mal die Niederbayerische Schachmeisterschaft durch, welche auch offen für alle bayerischen Vereine war. Leider war das Interesse der bayerischen Schach-Interessenten gering, so dass sich nur die niederbayerischen Denksportler im schmucken altbayerischem Gasthaus Öller in Schalding, links der Donau einfanden um ihren diesjährigen Titelträger auszuspielen.
Unter Leitung des 2. Bezirksvorsitzenden Gottfried Paulus hatte die Veranstaltung wieder einen guten Verlauf, zumal dank dem Schach-Computerprogramm die einzelnen Paarungen und Tabellenstände schnellstens zur Verfügung standen.
Nach der Begrüßung durch den lokalen Ausrichter, dem GSC Passau und dessen 1. Vorsitzenden Konrad Lorenz stellte Gottfried Paulus den Ablauf vor, wobei er um ein Gedenken an den im Dezember 2017 verstorbenen langjährigen Schachfreund Ditmar Legerer (GSV Straubing) bat, welcher jahrelang im Kampf um den Titel mitmischte, jedoch nie gewinnen konnte.
Nach den fünf ausgeschriebenen Runden mit jeweils 30 Minuten Bedenkzeit sicherte sich Eugen Martel (GSV Straubing) den Sieg. Er gewann alle seine Partien und konnte nach 2013 zum zweiten Mal die Schachkrone erobern. Das entscheidende Match fand in Runde 3 statt, wo Titelverteidiger Sebastian Ladstätter (GSV Landshut) auf Grund fehlender „Generale“und Bauern nach langem Kampf aufgab.
Platz zwei sicherte sich Sebastian Ladstätter (GSV Landshut) vor dem wie immer mit Krawall kämpfenden Johann Lamprecht (GSV München) welcher mit Platz drei eine Überraschung gelang. Platz vier belegte Anton Meier (GSV Landshut, welcher zwischenzeitlich auf Platz 2 lag, an den beiden letzten Partien aber etwas unaufmerksam spielte und so einen ersten Podestplatz verpasste.
Bemerkenswert die Oldies Klaus Niedermüller (GSV Straubing) und Gottfried Paulus (GSV Landshut), welche trotzt ihrer mehr als 70 Jahre noch starke Partien spielten, auch wenn es für sie nicht für Podestplätze reichte. Dass die meisten Partien annähernd bis zum Blättchenfall dauerten, spricht für das geistige Potential der teilnehmenden Denksportler.
Die Siegerehrung nahm die neue Vorsitzende des Bezirkssportverbandes Niederbayern Martina Backfisch vor. Sie bedankte sich beim Ausrichter, dem GSC Passau und bei den Teilnehmern und überreichte die verdiente Anerkennung an die Besten Denksportler. Erfreulich war dass auch „Kibitze“ vom ausrichtenden GSC Passau bei der Veranstaltung vorbei schauten, so dass man nach der Veranstaltung noch anregende Unterhaltung führen konnte. (G.P)
In Memoiram: Ditmar Legerer
Am 30.Dezember 2017, wenige Wochen nach seinem 70. Geburtstag, schloss Ditmar Legerer für immer die Augen. Ditmar Legerer war ein Freund des königlichen Spiels, welches er schon in Jungen Jahren betrieb und wo er in den 70 er und 80 er Jahren in der Schachabteilung des GSV Straubing aktiv mitwirkte. Nach der Gründung des Bezirkssportverbandes Niederbayern im Jahr 1993 fand im Jahr 1995 die erste Bezirksmeisterschaft in Landshut statt und für Ditmar Legerer war es eine Ehrensache teilzunehmen. Er belegte damals bei dieser ersten Austragung Platz 3 hinter Gottfried Paulus und Volker Mayer. Bei den folgenden Bezirksmeisterschaften, welche bis heute jedes Jahr durchgeführt werden, war Ditmar Legerer von wenigen Ausnahmen abgesehen stets mit von der Partie und gehörte immer zum Favoritenkreis. Leider konnte er sich nie den Bezirkstitel holen. Einige Male musste er sich bei Punktgleichheit wegen der Buchholz-Wertung mit Platz 2 begnügen.
Insgesamt belegte Ditmar in den 23 Austragungen 6 mal den 3.Platz und vier mal den zweiten Platz neben weiteren Platzierungen von Platz vier bis sechs. Bei der letzten Bezirksmeisterschaft am 28.Oktober 2017 wäre Ditmar trotzt seiner seit längerer schweren Erkrankung gerne noch dabei gewesen, aber die Krankheit war stärker, so dass er wenige Tage vorher seine Teilnahme absagen musste.
Neben dem Schachsport war Ditmar Legerer in seinem Verein, dem Gehörlosen Sportverein Straubing auch im Kegelsport und im Fußball aktiv, wo er in seiner aktiven Zeit zu den zuverlässigsten Stützen der Teams zählte.
Die Schachspieler des Bezirkssportverbandes Niederbayern werden ihrem Schachfreund Ditmar stets ein ehrendes Gedenken bewahren. (Gottfried Paulus)
23. Niederbayerische Schach-Bezirksmeisterschaft
Sebastian Ladstätter verteidigt erfolgreich den Titel
Bereits zum 23. Mal fand am Sonntag, 29. Oktober die niederbayerische Schach-Bezirksmeisterschaft statt, welche der Gehörlosensportverein Deggendorf ausrichtete. Im großen Saal des Rot-Kreuz-Hauses in Plattling fanden die Denksportler beste Bedingungen vor und wurden vom Bewirtungsteam des Vereins unter Leitung des Schatzmeisters Josef Rothmeier auch zufrieden stellend bedient.
Angemeldet zu dieser Meisterschaft hatten sich 12 Personen, wovon jedoch kurzfristig 3 Personen aus verschiedenen Gründen absagten. So dass am Ende ein 8-köpfiges Turnierfeld um die niederbayerische Schachkrone kämpften. Überraschend war die Nichtteilnahme des 9-fachen Titelträgers Volker Mayer (GSV Landshut) welcher wohl den missglückten 10.Titel im Vorjahr, wo er Platz 2 belegte noch nachtrauerte.
Wie in den Vorjahren ging die Meisterschaft über 5 Runden im Schweizer System, wobei die Spieler pro Partie 30 Minuten Bedenkzeit hatten. Nach jeweils zwei Runden gab es eine Pause unterschiedlicher Länge wonach dann die Letzte Runde gespielt wurde.
Titelverteidiger Sebastian Ladstätter (GSV Landshut) als Favorit gestartet, wurde seiner Rolle gerecht. Er gewann alle seine Partien, wenngleich er insbesondere in Runde 4 hart kämpfen musste um Eugen Martel (GSV Straubing), den Titelträger des Jahres 2013 niederzuhalten.
Auch sein Vereinskamerad Günter Kopp leistete dem alten und neuem Titelträger in Runde 3 einiges ab, so dass er sein ganzes Können aufbringen musste um die Oberhand zu behalten.
Die Überraschung des Tages war Günter Kopp (GSV Landshut) welcher sich am Ende Platz 2 sicherte vor Salvan Fajczak (GSV Deggendorf) und dem Ex-Meister von 2013 Eugen Martel (GSV Straubing).
Im Anschluss an diese Meisterschaft wurde noch ein Blitz-Schachturnier mit einer Bedenkzeit von 5 Minuten durchgeführt. Hier gewann etwas Überraschend Richard Hack vor Gottfried Paulus und Sebastian Ladstätter, womit ein dreifacher Erfolg für die Denksportler des GSV Landshut gegeben war. Erfreulich bei diesem Wettbewerb war auch die Teilnahme von zwei Jugendlichen , nähmlich Maria und Mirabella Martel, welche durchaus ein gewisses Talent zeigten und den einen oder anderen arrivierten Gegner bezwingen konnten.
Bei der Siegerehrung bedankte sich Bezirksvorsitzender Gottfried Paulus bei den Teilnehmern und besonders beim ausrichtenden GSV Deggendorf mit Josef Rothmeier an der Spitze dass die Veranstaltung erfolgreich und reibungslos durchgeführt werden konnte. (G.P.)
22.Niederbayerische Schach-Bezirksmeisterschaft am 30.10.2016 in Straubing
Sebastian Ladstätter neuer Schach-Bezirksmeister - Erstmals auch Blitzschachturnier
Bei der 22.Schach-Bezirksmeisterschaft, welche am 30.Oktober in Straubing vom Gehörlosensportverein Straubing in der Gehörlosenschule ausgerichtet wurde gab es eine erfreulich gute Beteiligung und auch einen neuen Titelträger.
Die Veranstaltung verlief also unter dem Motto - der König ist tot, es lebe der König.
Denn der 9-fache Titelträger Volker Mayer vom GSV Landshut wie immer als haushoher Favorit angetreten, musste diesmal die Überlegenheit anderer anerkennen und konnte seinen Wunsch zum 10.Mal zu gewinnen nicht realisieren. Der neue niederbayerische Schachkönig heißt nun Sebastian Ladstätter, vom GSV Landshut. Sebastian Ladstätter war in früheren Jahren bei der Schachabteilung des GSV München aktiv, welches einmal Deutscher Vizemeister im Mannschaftsschach wurde. In den letzten Jahren war er verschiedentlich auch bei den Bezirksmeisterschaften aktiv mit dabei, aber er nahm es nicht so ernst. Diesmal spielte der gebürtige Südtiroler aber ernsthaft mit, und siehe da, da holte er sich die Königskrone. Im entscheidenden Match der 4 Runde kapitulierte der neunfache Titelträger Volker Mayer vor der Spielmacht seines Vereinskameraden Sebastian Ladstätter.
Die letzte Runde, wo sich Sebastian Ladstätter und der ewige Zweite Ditmar Legerer gegenüberstanden, welche sich auf ein Remis einigten war eigentlich ohne Belang. Aber immerhin brachte Ditmar Legerer in der 3 Runde den Titelverteidiger Volker Mayer an den Rand einer Niederlage, wobei sie sich letztendlich auf ein Remis einigten, was im Endeffekt Volker Mayer Platz 2 bescherte .
Interessant ist auch die Teilnehme von Klaus Niedermüller dem ehemaligen langjährigem Vorsitzenden des GSV Straubing, welcher in jungen Jahren sich im Schachteam des GSV Straubing mit engagierte, welches in einer hörenden Liga mitspielte. Trotz jahrzehnter langen Abstinenz vom Schach bewies Klaus immer noch eine gewisse Qualität als Denksportler und belegte am Ende Platz 11 vor Gottfried Paulus, dem niederbayerischem Bezirksvorsitzendem, welcher übrigens diese Meisterschaft im Jahr 1994 begründete und der erste Titelträger war.
Da nach Ende der 5 Runden im Schweizer System durchgeführten Veranstaltung der Großteil der Teilnehmer noch in der Spielstätte verweilen wollte, wurde anschließend die erste Blitz-Schachmeisterschaft durchgeführt mit einer Bedenkzeit von 5 Minuten.
Hier setzte sich der 9-fache Bezirksmeister Volker Mayer mit 9 Siegen erfolgreich durch vor Eugen Martell und Sebastian Ladstätter, dem neuen Niederbayerischen Schach-Bezirksmeister. Diese zusätzlich erstmals angesetzte Blitzschachmeisterschaft hatte allerdings eine Anlaufschwierigkeit, da sie kurtfristig auf Wunsch der Teilnehmer angesetzt wurde, doch dürfte sie beim nächsten mal sicherlich ebenso perfekt ablaufen wir bei der regulären Meisterschaft, wo die Teilnehmer jeweils 30 Minuten Bedenkzeit hatten.
Die überaus interessante Meisterschaft, bestens vom Gehörlosensportverein Straubing hinsichtlich der Räumlichkeit und der Bewirtung organisiert verdient allerhöchsten Respekt und der Bezirkssportverband Niederbayern zeigt mit dieser Veranstaltung einmal wieder seine Kompetenz in Sachen Veranstaltungen für seine Vereine und deren Mitglieder.
Schade, dass es in anderen Bezirken so etwas nicht gibt. (GP.)
Bayerische Schachmeisterschaft beim BGS Sportfest in Nürnberg
Würzburger Denksportler eine Klasse für sich – Jörg Werner Schachkönig
Einige Zeit nach dem 13. BGS Sportfest, welches in Rosenheim durchgeführt wurde, erklärte der damalige Schach Fachwart Anton Meier vom GSV Landshut seinen Rücktritt. Grund für den Rücktritt, war das mangelnde Interesse von Gehörlosen Schachspielern an den geplanten Schachveranstaltungen, was letztendlich zu Frust und Entäuschung bei Anton Meier führte.
Bei der Vorbereitung zum 14.BGS Sportfest, welches am 2.Juli 2016 in Nürnberg durchgeführt werden sollte, war der BGS bestrebt, dass auch der Schachsport wie bei den bisherigen BGS Sportfesten mit eingebunden werden sollte. Da der Sportbezirk Niederbayern bereits seit über 20 Jahren hin, alle Jahre seine Schach-Bezirksmeisterschaft durchführte bot sich Gottfried Paulus, der Bezirksvorsitzende an, das Schachturnier zu leiten, zumal er mit einem Computergestütztem Programm arbeitete, und so schnellste Auswertungen verfügbar hat.
Zur Schachmeisterschaft haben sich zwar nur 10 Teilnehmer angemeldet, aber die derzeitige Schach-Elite. Die Würzburger hatten alleine 5 Elitespieler am Brett, der Rest waren die Niederbayern aus Straubing, Landshut, Deggendorf und Passau.
Schade eigentlich dass einstige gute Schachspieler in der Versenkung verschwunden sind und andere zum Angeln nach Norwegen entschwebten oder sonstwie in den Tag hinein lebten.
Das Turnier wurde im Schweizer System über 5 Runden durchgeführt, wobei pro Runde für jeden Spieler 30 Minuten Bedenkzeit gegeben wurde.
Letztendlich setzte sich der Favorit Jörg Werner (GSV Würzburg) durch, welcher alle seine Partien siegreich beendete. In der einen oder anderen Partie hatte der neue Schachkönig allerdings hart zu kämpfen um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Hinter dem neuen Schachkönig gab es ein echtes Gerangel. Platz 2 sicherte sich Mitfavorit Reinhold Büttner (GSV Würzburg) vor seinem Vereinskameraden Alexander Kindler.
Platz 4 belegte Eugen Martel vom GSV Straubing, welcher zwar einen Sieg mehr als Alex Kindler hatte, doch bei Punktgleichheit wegen der Sonnborn Wertung mit der Holzmedaille vorlieb nehmen musste.
Bei den einzelnen Partien gab es durchaus spannende Duelle, welche teilweise bis zum Ultimo liefen.
Die Siegerehrung nahm Turnierleiter Gottfried Paulus im Beisein von Stefan Pöllmann, Vorsitzender des GSC Nürnberg und Präsidiumsmitglied im BGS vor und überreichte die Ehrengaben.
Beim Festabend erwähnte Josef Scheitle, der Ehrenpräsident des BGS die erfolgreichen Verhandlungen des BGS hinsichtlich der Sportförderung und appellierte dass sich die Gehörlosen wieder verstärkt auf sportliche Teilnahmen rückbesinnen sollen – was heißen soll, dass bei den nächsten Schach-Veranstaltungen mehr Teilnehmer mitmachen sollen und die Vereine dies unterstützen müssten. (Gottfried Paulus)