Berichte


 

 

24. Niederbayerische Schach Bezirksmeisterschaft am 28.10.18 in Passau

 

 

Eugen Martel zum zweiten Mal Niederbayerischer Schachkönig

 

 

 

 

 

Am Sonntag, 28. Oktober führte der Bezirkssportverband Niederbayern bereits zum 24. mal die Niederbayerische Schachmeisterschaft durch, welche auch offen für alle bayerischen Vereine war. Leider war das Interesse der bayerischen Schach-Interessenten gering, so dass sich nur die niederbayerischen Denksportler im schmucken altbayerischem Gasthaus Öller in Schalding, links der Donau einfanden um ihren diesjährigen Titelträger auszuspielen.

 

Unter Leitung des 2. Bezirksvorsitzenden Gottfried Paulus hatte die Veranstaltung wieder einen guten Verlauf, zumal dank dem Schach-Computerprogramm die einzelnen Paarungen und Tabellenstände schnellstens zur Verfügung standen.

 

Nach der Begrüßung durch den lokalen Ausrichter, dem GSC Passau und dessen 1. Vorsitzenden Konrad Lorenz stellte Gottfried Paulus den Ablauf vor, wobei er um ein Gedenken an den im Dezember 2017 verstorbenen langjährigen Schachfreund Ditmar Legerer (GSV Straubing) bat, welcher jahrelang im Kampf um den Titel mitmischte, jedoch nie gewinnen konnte.

 

Nach den fünf ausgeschriebenen Runden mit jeweils 30 Minuten Bedenkzeit sicherte sich Eugen Martel (GSV Straubing) den Sieg. Er gewann alle seine Partien und konnte nach 2013 zum zweiten Mal die Schachkrone erobern. Das entscheidende Match fand in Runde 3 statt, wo Titelverteidiger Sebastian Ladstätter (GSV Landshut) auf Grund fehlender „Generale“und Bauern nach langem Kampf aufgab.

 

Platz zwei sicherte sich Sebastian Ladstätter (GSV Landshut) vor dem wie immer mit Krawall kämpfenden Johann Lamprecht (GSV München) welcher mit Platz drei eine Überraschung gelang. Platz vier belegte Anton Meier (GSV Landshut, welcher zwischenzeitlich auf Platz 2 lag, an den beiden letzten Partien aber etwas unaufmerksam spielte und so einen ersten Podestplatz verpasste.

 

Bemerkenswert die Oldies Klaus Niedermüller (GSV Straubing) und Gottfried Paulus (GSV Landshut), welche trotzt ihrer mehr als 70 Jahre noch starke Partien spielten, auch wenn es für sie nicht  für Podestplätze reichte. Dass die meisten Partien annähernd bis zum Blättchenfall dauerten, spricht für das geistige Potential der teilnehmenden Denksportler.

 

Die Siegerehrung nahm die neue Vorsitzende des Bezirkssportverbandes Niederbayern Martina Backfisch vor. Sie bedankte sich beim Ausrichter, dem GSC Passau und bei den Teilnehmern und überreichte die verdiente Anerkennung an die Besten Denksportler. Erfreulich war dass auch „Kibitze“ vom ausrichtenden GSC Passau bei der Veranstaltung vorbei schauten, so dass man nach der Veranstaltung noch anregende Unterhaltung führen konnte. (G.P)

 


 

In Memoiram: Ditmar Legerer

 

 

 

Am 30.Dezember 2017, wenige Wochen nach seinem 70. Geburtstag, schloss Ditmar Legerer für immer die Augen. Ditmar Legerer war ein Freund des königlichen Spiels, welches er schon in Jungen Jahren betrieb und wo er in den 70 er und 80 er Jahren in der Schachabteilung des GSV Straubing aktiv mitwirkte. Nach der Gründung des Bezirkssportverbandes Niederbayern im Jahr 1993 fand im Jahr 1995 die erste Bezirksmeisterschaft in Landshut statt und für Ditmar Legerer war es eine Ehrensache teilzunehmen. Er belegte damals bei dieser ersten Austragung Platz 3 hinter Gottfried Paulus und Volker Mayer. Bei den folgenden Bezirksmeisterschaften, welche bis heute jedes Jahr durchgeführt werden, war Ditmar Legerer von wenigen Ausnahmen abgesehen stets mit von der Partie und gehörte immer zum Favoritenkreis. Leider konnte er sich nie den Bezirkstitel holen. Einige Male musste er sich bei Punktgleichheit wegen der Buchholz-Wertung mit Platz 2 begnügen.

 

Insgesamt belegte Ditmar in den 23 Austragungen 6 mal den 3.Platz und vier mal den zweiten Platz neben weiteren Platzierungen von Platz vier bis sechs. Bei der letzten Bezirksmeisterschaft am 28.Oktober 2017 wäre Ditmar trotzt seiner seit längerer schweren Erkrankung gerne noch dabei gewesen, aber die Krankheit war stärker, so dass er wenige Tage vorher seine Teilnahme absagen musste.

 

Neben dem Schachsport war Ditmar Legerer in seinem Verein, dem Gehörlosen Sportverein Straubing auch im Kegelsport und im Fußball aktiv, wo er in seiner aktiven Zeit zu den zuverlässigsten Stützen der Teams zählte.

 

 

 

Die Schachspieler des Bezirkssportverbandes Niederbayern werden ihrem Schachfreund  Ditmar stets ein ehrendes Gedenken bewahren. (Gottfried Paulus)                                          

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23. Niederbayerische Schach-Bezirksmeisterschaft

 

 

Sebastian Ladstätter verteidigt erfolgreich den Titel

 

 

Bereits zum 23. Mal fand am Sonntag, 29. Oktober die niederbayerische Schach-Bezirksmeisterschaft statt, welche der Gehörlosensportverein Deggendorf ausrichtete. Im großen Saal des Rot-Kreuz-Hauses in Plattling fanden die Denksportler beste Bedingungen vor und wurden vom Bewirtungsteam des Vereins unter Leitung des Schatzmeisters Josef Rothmeier auch zufrieden stellend bedient.

 

Angemeldet zu dieser Meisterschaft hatten sich 12 Personen, wovon jedoch kurzfristig 3 Personen aus verschiedenen Gründen absagten. So dass am Ende ein 8-köpfiges Turnierfeld um die niederbayerische Schachkrone kämpften. Überraschend war die Nichtteilnahme des 9-fachen Titelträgers Volker Mayer (GSV Landshut) welcher wohl den missglückten 10.Titel im Vorjahr, wo er Platz 2 belegte noch nachtrauerte.

 

Wie in den Vorjahren ging die Meisterschaft über 5 Runden im Schweizer System, wobei die Spieler pro Partie 30 Minuten Bedenkzeit hatten. Nach jeweils zwei Runden gab es eine Pause unterschiedlicher Länge wonach dann die Letzte Runde gespielt wurde.

 

Titelverteidiger Sebastian Ladstätter (GSV Landshut) als Favorit gestartet, wurde seiner Rolle gerecht. Er gewann alle seine Partien, wenngleich er insbesondere in Runde 4 hart kämpfen musste um Eugen Martel (GSV Straubing), den Titelträger des Jahres 2013 niederzuhalten.

 

Auch sein Vereinskamerad Günter Kopp leistete dem alten und neuem Titelträger in Runde 3 einiges ab, so dass er sein ganzes Können aufbringen musste um die Oberhand zu behalten.

 

Die Überraschung des Tages war Günter Kopp (GSV Landshut) welcher sich am Ende Platz 2 sicherte vor Salvan Fajczak (GSV Deggendorf) und dem Ex-Meister von 2013 Eugen Martel (GSV Straubing).

 

Im Anschluss an diese Meisterschaft wurde noch ein Blitz-Schachturnier mit einer Bedenkzeit von 5 Minuten durchgeführt. Hier gewann etwas Überraschend Richard Hack vor Gottfried Paulus und Sebastian Ladstätter, womit ein dreifacher Erfolg für die Denksportler des GSV Landshut gegeben war. Erfreulich bei diesem Wettbewerb war auch die Teilnahme von zwei Jugendlichen , nähmlich Maria und Mirabella Martel, welche durchaus ein gewisses Talent zeigten und den einen oder anderen arrivierten Gegner bezwingen konnten.

 

Bei der Siegerehrung bedankte sich Bezirksvorsitzender Gottfried Paulus bei den Teilnehmern und besonders beim ausrichtenden GSV Deggendorf mit Josef Rothmeier an der Spitze dass die Veranstaltung erfolgreich und reibungslos durchgeführt werden konnte. (G.P.)

 


 

 

22.Niederbayerische Schach-Bezirksmeisterschaft am 30.10.2016 in Straubing

 

 

Sebastian Ladstätter neuer Schach-Bezirksmeister - Erstmals auch Blitzschachturnier

 

 

 

Bei der 22.Schach-Bezirksmeisterschaft, welche am 30.Oktober in Straubing vom Gehörlosensportverein Straubing in der Gehörlosenschule ausgerichtet wurde gab es eine erfreulich gute Beteiligung und auch einen neuen Titelträger.

 

Die Veranstaltung verlief also unter dem Motto - der König ist tot, es lebe der König.

 

Denn der 9-fache Titelträger Volker Mayer vom GSV Landshut wie immer als haushoher Favorit angetreten, musste diesmal die Überlegenheit anderer anerkennen und konnte seinen Wunsch zum 10.Mal zu gewinnen nicht realisieren. Der neue niederbayerische Schachkönig heißt nun Sebastian Ladstätter, vom GSV Landshut. Sebastian Ladstätter war in früheren Jahren bei der Schachabteilung des GSV München aktiv, welches einmal Deutscher Vizemeister im Mannschaftsschach wurde. In den letzten Jahren war er verschiedentlich auch bei den Bezirksmeisterschaften aktiv mit dabei, aber er nahm es nicht so ernst. Diesmal spielte der gebürtige Südtiroler aber ernsthaft mit, und siehe da, da holte er sich die Königskrone. Im entscheidenden Match der 4 Runde kapitulierte der neunfache Titelträger Volker Mayer vor der Spielmacht seines Vereinskameraden Sebastian Ladstätter.

 

Die letzte Runde, wo sich Sebastian Ladstätter und der ewige Zweite Ditmar Legerer gegenüberstanden, welche sich auf ein Remis einigten war eigentlich ohne Belang. Aber immerhin brachte Ditmar Legerer in der 3 Runde den Titelverteidiger Volker Mayer an den Rand einer Niederlage, wobei sie sich letztendlich auf ein Remis einigten, was im Endeffekt Volker Mayer Platz 2 bescherte .

 

Interessant ist auch die Teilnehme von Klaus Niedermüller dem ehemaligen langjährigem Vorsitzenden des GSV Straubing, welcher in jungen Jahren sich im Schachteam des GSV Straubing mit engagierte, welches in einer hörenden Liga mitspielte. Trotz jahrzehnter langen Abstinenz vom Schach bewies Klaus immer noch eine gewisse Qualität als Denksportler und belegte am Ende Platz 11 vor Gottfried Paulus, dem niederbayerischem Bezirksvorsitzendem, welcher übrigens diese Meisterschaft im Jahr 1994 begründete und der erste Titelträger war.

 

Da nach Ende der 5 Runden im Schweizer System durchgeführten Veranstaltung der Großteil der Teilnehmer noch in der Spielstätte verweilen wollte, wurde anschließend die erste Blitz-Schachmeisterschaft durchgeführt mit einer Bedenkzeit von 5 Minuten.

 

Hier setzte sich der 9-fache Bezirksmeister Volker Mayer mit 9 Siegen erfolgreich durch vor Eugen Martell und Sebastian Ladstätter, dem neuen Niederbayerischen Schach-Bezirksmeister. Diese zusätzlich erstmals angesetzte Blitzschachmeisterschaft hatte allerdings eine Anlaufschwierigkeit, da sie kurtfristig auf Wunsch der Teilnehmer angesetzt wurde, doch dürfte sie beim nächsten mal sicherlich ebenso perfekt ablaufen wir bei der regulären Meisterschaft, wo die Teilnehmer jeweils 30 Minuten Bedenkzeit hatten.

 

 

 

Die überaus interessante Meisterschaft, bestens vom Gehörlosensportverein Straubing hinsichtlich der Räumlichkeit und der Bewirtung organisiert verdient allerhöchsten Respekt und der Bezirkssportverband Niederbayern zeigt mit dieser Veranstaltung einmal wieder seine Kompetenz in Sachen Veranstaltungen für seine Vereine und deren Mitglieder.

 

Schade, dass es in anderen Bezirken so etwas nicht gibt. (GP.)

 

 

 


 

 

Bayerische Schachmeisterschaft beim BGS Sportfest in Nürnberg

 

 

Würzburger Denksportler eine Klasse für sich – Jörg Werner Schachkönig

 

 

 

Einige Zeit nach dem 13. BGS Sportfest, welches in Rosenheim durchgeführt wurde, erklärte der damalige Schach Fachwart Anton Meier vom GSV Landshut seinen Rücktritt. Grund für den Rücktritt, war das mangelnde Interesse von Gehörlosen Schachspielern an den geplanten Schachveranstaltungen, was letztendlich zu Frust und Entäuschung bei Anton Meier führte. 

 

Bei der Vorbereitung zum 14.BGS Sportfest, welches am 2.Juli 2016 in Nürnberg durchgeführt werden sollte, war der BGS bestrebt, dass auch der Schachsport wie bei den bisherigen BGS Sportfesten mit eingebunden werden sollte. Da der Sportbezirk Niederbayern bereits seit über 20 Jahren hin, alle Jahre seine Schach-Bezirksmeisterschaft durchführte bot sich Gottfried Paulus, der Bezirksvorsitzende an, das Schachturnier zu leiten, zumal er mit einem Computergestütztem Programm arbeitete, und so schnellste Auswertungen verfügbar hat.

 

Zur Schachmeisterschaft haben sich  zwar nur 10 Teilnehmer angemeldet, aber die derzeitige Schach-Elite. Die Würzburger hatten alleine 5 Elitespieler am Brett, der Rest waren die Niederbayern aus Straubing, Landshut, Deggendorf und Passau.

 

Schade eigentlich dass einstige gute Schachspieler in der Versenkung verschwunden sind und andere zum Angeln nach Norwegen entschwebten oder sonstwie in den Tag hinein lebten.

 

Das Turnier wurde im Schweizer System über 5 Runden durchgeführt, wobei pro Runde für jeden Spieler 30 Minuten Bedenkzeit gegeben wurde.

 

Letztendlich setzte sich der Favorit Jörg Werner (GSV Würzburg) durch, welcher alle seine Partien siegreich beendete. In der einen oder anderen Partie hatte der neue Schachkönig allerdings hart zu kämpfen um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

 

Hinter dem neuen Schachkönig gab es ein echtes Gerangel. Platz 2 sicherte sich Mitfavorit Reinhold Büttner (GSV Würzburg) vor seinem Vereinskameraden Alexander Kindler.

 

Platz 4 belegte Eugen Martel vom GSV Straubing, welcher zwar einen Sieg mehr als Alex Kindler hatte, doch bei Punktgleichheit wegen der Sonnborn Wertung mit der Holzmedaille vorlieb nehmen musste.

 

Bei den einzelnen Partien gab es durchaus spannende Duelle, welche teilweise bis zum Ultimo liefen.

 

 

Die Siegerehrung nahm Turnierleiter Gottfried Paulus im Beisein von Stefan Pöllmann, Vorsitzender des GSC Nürnberg und Präsidiumsmitglied im BGS vor und überreichte die Ehrengaben.

 

 

 

Beim Festabend  erwähnte Josef Scheitle, der Ehrenpräsident des BGS die erfolgreichen Verhandlungen des BGS  hinsichtlich der Sportförderung und appellierte dass sich die Gehörlosen  wieder verstärkt auf sportliche Teilnahmen rückbesinnen sollen – was heißen soll, dass bei den nächsten Schach-Veranstaltungen mehr Teilnehmer mitmachen sollen und die Vereine dies unterstützen müssten. (Gottfried Paulus)